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Fact or fiction

Fact or fiction?

5 häufige Mythen über Ransomware‑Angriffe

Mythos 1: „Zahlen Sie das Lösegeld und weiter wie bisher.“

Ein Ransomware‑Angriff ist eine sehr koordinierte Teamarbeit, die Wochen oder Monate der Vorbereitung dauern kann – mit dem alleinigen Ziel, ein Unternehmen zu stören und Lösegeld zu erpressen.

Das Lösegeld zu zahlen, um Daten wiederherzustellen, ist nur ein Teil des Problems. Wenn Daten exfiltriert wurden, muss der Angriff als meldepflichtige Datenschutzverletzung betrachtet werden. Das Geschäft läuft danach nicht einfach normal weiter, selbst wenn gezahlt wurde.
Oft dauert es Monate, bis ein Unternehmen sich vollständig erholt hat. Zusätzlich entstehen hohe Kosten durch Versicherungsprämien, Betriebsstörungen, Rechtsberatung, Compliance und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Zudem werden betroffene Unternehmen häufig erneut Ziel weiterer Angriffe.

Mythos 2: „Die IT‑Ingenieure können die Daten einfach entschlüsseln.“

Die meisten modernen Ransomware‑Varianten können nicht ohne den passenden Schlüssel entschlüsselt werden.
Angreifer verwenden starke Kombinationen aus AES‑ und RSA‑Verschlüsselung, wodurch eine Entschlüsselung ohne Schlüssel praktisch unmöglich ist.

Der private Schlüssel bleibt in den Händen der Hacker und wird nur möglicherweise nach einer Lösegeldzahlung herausgegeben – meist in Kryptowährung.
Doch selbst nach Zahlung gibt es keine Garantie, dass der Schlüssel wirklich geliefert wird.

Mythos 3: „Wir haben eine Firewall und Antivirus, also sind wir geschützt.“

Klassische Sicherheitsmaßnahmen reichen gegen moderne Cyberangriffe oft nicht mehr aus.
Mit der zunehmenden Mobilität der Arbeitswelt ist ein reiner „Burggraben‑Ansatz“ nicht länger effektiv.

Eine moderne Sicherheitsstrategie muss alle Bereiche des digitalen Lebens abdecken – Geräte, Netzwerke, Cloud‑Dienste, Identitäten und menschliches Verhalten.

Mythos 4: „Es wirkt sich nur auf das infizierte Gerät aus.“

Den sichtbaren Angriffen geht oft eine monatelange, unbemerkte Vorbereitung der Angreifer voraus.
Schadsoftware schlummert im Hintergrund, bis der passende Moment für den Angriff gekommen ist.

Sobald der schlafende Code aktiviert wird, breitet er sich lateral im Netzwerk aus und infiziert weitere Systeme.
Diese Zeit im Verborgenen wird genutzt, um Informationen zu sammeln und wertvolle Datenquellen zu identifizieren, bevor der eigentliche Angriff startet.

Mythos 5: „Mein Unternehmen hat keine wertvollen Daten.“

Dieser Mythos ist besonders bei kleinen und mittelständischen Unternehmen verbreitet.
Doch in der Realität sind Organisationen jeder Größe gefährdet – täglich.

Auch kleine Unternehmen können empfindlich getroffen werden:
Der Ausfall der IT‑Infrastruktur, fehlender Zugriff auf Systeme oder gestohlene Daten wie Mitarbeiterinformationen, Kundenlisten oder Kreditkartendaten können schnell existenzbedrohend werden.

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